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Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – Einführung

Alle Teile dieser Serie:

Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – Introduction (englische Einführung, restliche Parts sind nur auf Englisch verfügbar)
Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – Playmobil parts
Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – LED Stage Lights
Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – Disco Ball with stepper motor
Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – LED Rings
Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – Audio Output from microSD with Arduino
Tinkering Tuesday – Playmobil Stage – Audio Spectrum Analysis from WAV input with simple logic, FHT and MSGEQ7


 

Als Hochzeitsgeschenk für ein befreundetes Paar, beide Musiker, habe ich eine Bühne für Playmobilfiguren gebaut. Das Ergebnis ist in den folgenden Bildern zu sehen (ein Video gibt es unten):

In einer Serie von Beiträgen werde ich detaillierter beschreiben, wie das Ding aufgebaut ist, was sich mir für Schwierigkeiten in den Weg gestellt haben und was mir noch alles im Kopf herumgeschwirrt ist, aus Mangel an Zeit dann aber nicht mehr umgesetzt werden konnte. Heute geht es erst mal um die grundlegende Idee und die Funktionen.

Die Idee

Inspiriert hat mich ein Geschenk, das wir zu unserer eigenen Hochzeit bekommen haben. Es war ein Rahmen, darauf ein Pferd, ein Hochzeitspaar, er mit einer kleinen Gitarre in der Hand. Ich habe leider kein vollständiges Bild mehr, aber die Figuren:

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Da dachte ich mir, das lässt sich doch auch für die beiden anpassen. Aber als kleine Bühne. Die Gitarre kann ich nutzen, ggf. Die beiden Figuren auch. Aber dann kamen erst die Probleme: woher einen kleinen Bass oder eine zweite Gitarre bekommen? Vielleicht andere Figuren? Und dann muss es ja auch nach einer Bühne aussehen.

Also mal überlegt. Und auf Playmobil gekommen. Da hab ich doch auch schon mal Gitarren gesehen. Eine kurze Recherche im Internet bringt eine Community zu Tage, die sich mit Playmobil beschäftigt und verschiedenste Szenarien nachbaut. Auf Pinterest gibt es da auch so einiges, wie etwa die „I Love Clicks“ Bilder, hier z.B. Bon Jovi:

Quelle: https://www.pinterest.de/pin/300756081338206340/

Auch einige Bühnen sind dort zu finden, aber nicht so wie ich mir das vorgestellt habe:

Quelle: https://www.pinterest.de/pin/300756081338196939/
Quelle: https://www.pinterest.de/pin/300756081338204651/

Direkt von Playmobil gibt es auch eine Popstars Bühne:

Quelle: http://amzn.to/2wGOC1o

Aber das ist ja auch garnicht so wie ich mir das vorgestellt hatte und auch zu teuer.

Da sind aber schon einige coole Sachen dabei. Das gesamte Musikequipment (Schlagzeug, Gitarren, Mikros und –stative), die Boxen, die Spots. Eine weitere kurze Internet-Recherche bringt einen Top-Ersatzteilservice von Playmobil hervor: https://www.playmobil.de/content/spareparts_info/SPAREPARTS_INFO.html

Großartig! Dafür braucht man aber die Teilenummern. Also erstmal nach Sets gegoogelt, die Musikteile beinhalten. Dann die Einzelteile herausgesucht (dabei helfen http://playmodb.org/ und die Anleitungssuche auf der Playmobil Homepage sehr weiter). Alles weitere dazu kommt in einem seperaten Teil.

Der Plan

Als Grundfunktionen habe ich mir dann folgendes überlegt:

  • Musik abspielen
  • Licht passend zur Musik

Und dann ist es irgendwann aus dem Ruder gelaufen J

Zu allen weiteren Ideen später nochmal mehr.

Insgesamt sollte die Bühne wie eine Festival-Bühne daherkommen. Zuerst habe ich mit A4-großen Spanplatten geplant. Dann aber schnell gemerkt, dass das nichts werden kann. A3 war auch noch sehr gedrängt (hier schon mit dem Bühnensetup und den Hochzeitsfiguren):

Zwei A4 Blätter lassen auch nicht viel Platz für die Technik.

Also musste es noch größer werden. Die genaue Holzplanung und die Abmessungen gibt es ebenfalls in einem späteren Teil.

Dann etwas weiter recherchiert und da sich meine Elektronikkenntnisse hauptsächlich auf den Arduino konzentrieren und ich davon noch einige billige rumliegen habe, wurde auf der Basis versucht die Hauptfunktionen umzusetzen. Audio kann man mit dem Arduino mittels einer Library von einer (micro) SD Karte abspielen. Check.

Licht ist sowieso kein Problem. Die Spots, die auch bei der oben abgebildeten Bühne zum Einsatz kommen kann man einfach mit LEDs bestücken und die Steuerung kenne ich ja schon von meiner HUEify-Serie.

Alle weiteren Funktionen haben sich dann durch Stöbern bei eBay ergeben. Hier der volle Funktionsumfang, der letztlich in der fertigen Bühne steckt:

  • Musik von microSD-Karte abspielen
  • Button für Play/Next/Stop
  • Sound Sensor, der die Umgebungsgeräusche erkennt
  • Sensitivity-Regler für den Sound Sensor
  • Umschalter zwischen internem/externem Audio
  • LED-Spots (jeweils 3 blaue, 3 rote und 3 gelbe, pro Farbe steuerbar, naja, fast…)
  • LED-Ringe als Bühnenhintergrund (hinter milchig geschliffenem Acrylglas), LEDs einzeln ansteuerbar
  • Drehbare Diskokugel mit seperaten weißen Spots

Das ist es grob. Hier einmal das Backpanel:

Backpanel

Von oben nach unten:
Taster: Audio Playback (kurzes Drücken=Play/Next, langes Drücken=Stop)
Kippschalter: Input Switch (links=interne Audio-Wiedergabe, rechts=externer Sound)
Potentiometer: Sensitivity für externen Sound (regelt, ab welcher Lautstärke auf Sound reagiert wird)
Kabeldurchführung: ein Flaschengummi von einer Flensflasche (bzw. einem Alster, da es ein blaues Gummi hatte)

Als Abschluss für heute gibt es noch ein Video (Music: Monkey Fly – Whatever  – www.monkeyfly.de):

In der nächsten Woche geht es dann mit Detailberichten weiter. Ich habe einige Teile bereits vorgeschrieben, allerdings geht es da eher um den eher trockenen Software-Part. Ich versuche möglichst erst die spannenden Dinge zu dokumentieren und eine einigermaßen sinnvolle Reihenfolge hinzubekommen. Außerdem wird es diese Einführung spätestens am Wochenende noch auf Englisch geben, da alle anderen Teile ebenfalls in englischer Sprache erscheinen werden.

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