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Foto Friday – Import, Ordnerstruktur und Processing

Im Grunde habe ich zwei Kameras, die ich regelmäßig nutze. Natürlich meine Olympus OM-D E-M10 II. Damit fotografiere ich sowohl in RAW als auch in JPG. Außerdem nehme ich damit Videos auf. Die zweite ist meine Action Cam Xiaomi Yi HD. Die erzeugt hauptsächlich natürlich Videodateien, wird aber auch für z.B. Timelapses genutzt. Dafür speichert sie auch sowohl JPGs, als auch ggf. RAW-Dateien (gehe ich im nächsten Post näher drauf ein, ist nicht Standard).

Die Ordnerstrukturen, die ich für Standardprojekte (z.B: Urlaub) immer wieder anlege sind seit längerem dieselben. Folgende Ordner lege ich in einem thematisch benannten Ordner mit Zeitstempel (z.B. 2016-04-10 Sonnenuntergang Balkon) an:

  • OOC: Hier kommen die JPEGs „Out of camera“ rein. Falls es mal schnell gehen muss habe ich die dann sofort zur Hand.
  • RAW: Hier kommen die RAW-Dateien (bei Olympus heißen die ORF) rein.
  • Video: Na, was wohl? Videodateien natürlich.
  • DxO: In den Ordner kommen die fertigen Bilder, die ich mit DxO exportiere.
  • HDR_Input: Input für die Erstellung von HDRs z.B. TIFs für die Nutzung in der Google Nik Collection, wie in einem vorherigen Beitrag schonmal beschrieben
  • HDR_Output: Hier kommen dann fertige HDRs rein.
  • Pano_Input: wie HDR, nur für Panoramas
  • Pano_Output: wie HDR, nur für Panoramas
  • Temp: hierein kommen ggf. temporäre Dateien

Bisher habe ich Video-Projekte und Foto-Projekte noch getrennt, aber ich überlege, ob ich das weiterhin so strikt trenne, da ich immer öfter auch Fotos in den Video-Projekten nutze (z.B: Timelapses oder einfach normale Fotos in einem Urlaubsvideo). Dann würden wohl noch zusätzliche Ordner hinzukommen. Bisher habe ich pro Kamera einen Unterordner angelegt, wenn ich mit mehreren Kameras aufgenommen habe. Wenn die Shoots von mehreren Karten kommen dann lege ich darunter jeweils noch z.B. Tagesordner an. Aber generell würde das wohl bedeuten, dass folgende Ordner noch hinzukommen würden:

  • Audio: Im Projekt genutzte Audio-Dateien (z.B. Musikuntermalung, bei meinen Band-Auftritten auch gerne mal ein Mitschnitt)
  • Video_Project: Die Projekt-Dateien (bei Sony Vegas sind das .veg-Dateien. Bei DaVinci Resolve wird das in einer Datenbank gesichert. Da muss ich nochmal schauen, wie man das sichern kann)
  • Video_Input: Würde den normalen Video-Ordner ersetzen und entsprechende Unterordner besitzen
  • Video_Output: Hier kommen die fertig gerenderten Videos rein

Meine Idee ist eigentlich das Ganze zu automatisieren, da es doch etwas aufwändig ist. Was man natürlich schlecht automatisieren kann ist der HDR- und Pano-Input. Aber das Aufteilen in die Ordner OOC, RAW und Video ist doch etwas mühselig. Für die Yi Cam ist weiterhin ein weiteres Processing der RAW-Bilder notwendig um sie nutzen zu können (zumindest in DaVinci Resolve kann ich sie dann nutzen, DxO Optics Pro unterstützt das Format leider nicht). Das könnte man auch gleich erledigen.

Was den automatisierten Import etwas erschwert ist die Tatsache, dass ich nicht immer alle Fotos von der Karte importieren möchte oder auch mal mehrere verschiedene Themenordner anlegen will. Das schreit also nach einem User Interface, mit dem ich das automatisieren kann.

Ich gehe erstmal davon aus, dass ich Fotos eines Tages auch zusammen verarbeiten will. Für den Sonderfall, dass an einem Tag mehrere Themen anfallen würde ich das manuell wieder auseinander dröseln. Also sollte mir das Interface erstmal die Bilder in einer Übersicht nach Tagen anzeigen. Dann möchte ich neue Projektordner anlegen und benennen können. Es fehlt dann nur noch die Zuordnung des Shooting-Tages zum Projekt und dann sollen automatisch alle Dateien in die entsprechenden Unterordner im Projektordner kopiert oder verschoben werden (auswählbar). Allerdings muss ich mir noch überlegen, was ich mit Projekten mache, die aus mehreren Kameras aufgenommen wurden. Ggf. noch Unterordner in den OOC- und RAW-Ordnern

Der Timestamp im Ordnernamen des Projektes soll automatisch angelegt werden: bei einem Tag soll nur der eine Tag genommen werden, z.B. 2017-02-15. Wenn mehrere Tage abgedeckt sind, soll der Monat genutzt werden, z.B. 2017-02).

Das Programm soll bestenfalls automatisch starten, wenn eine entsprechende SD-Karte eingelegt wird. Das ließe sich z.B. an der Ordnerstruktur erkennen, zudem auch aus den EXIF Daten der Bilder. Wird wohl eine Kombination von beiden werden.

Bei den Yi-Daten soll dann auch automatisch das Post-Processing stattfinden.

Klingt eigentlich nach einem machbaren Projekt, oder? Ich werde zusehen, was ich erreiche und dann hier ein Update geben.

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Foto Friday – Integration der Google Nik Collection in DxO Optics Pro

Heute geht es darum, wie man die Google Nik Collection in einen Workflow mit DxO Optics Pro einbinden kann.

Wer sich übrigens beeilt und eine nicht ganz so aktuelle Kamera sein eigen nennt, kann DxO Optics Pro in der Version 9 (aktuell ist 11) kostenlos beziehen (der Hersteller nutzt das immer so ein bisschen als Köder dann vielleicht doch die aktuelle Version zu kaufen). E-Mail Adresse reicht, die Aktion läuft aber nur noch bis 28.02.2017: http://www.dxo.com/us/digitalcamerauk

Da die Google Nik Collection eigentlich als Plugins für z.B Photoshop gedacht ist und DxO Optics Pro nativ nicht unterstütz wird muss man sich eines kleinen Workarounds behelfen. Das heißt aber leider auch, dass man alle Tools eigentlich nur als letzten Schritt in der Bearbeitungskette nutzen kann.

Einfacher Workflow

Hier mal der einfachste Workflow am Beispiel HDR Efex Pro 2:

In DxO Optics Pro bearbeitet man ganz normal seine Bilder und macht entsprechende Korrekturen. Statt aber dann einen normalen Export auf die Festplatte zu machen, kann man „Export in Applikation“ auswählen:

Hier sollte man dann das TIFF-Format auswählen (welche Qualität muss jeder selbst für sich entscheiden).

Der Export ohne Konvertierung (also Übergabe der ORF – Olympus RAW Files) ergibt den Fehler, dass die Eingangsbilder nicht geladen werden konnten:

Ein Export als DNG funktioniert generell auch, endet aber mit einer Warnung, dass kein Farbprofil zugewiesen ist, was zu vermidnerter Bildqualität führen kann und es auch tut (das Bild war grottig verpixelt):

Die Intermediate-Dateien erstellt er generell im selben Ordner wie die Originale. Sie werden danach auch nicht automatisch aufgeräumt (wäre auch nicht gut, da einige der Programme ihre Änderungen direkt auf den Dateien überschreiben, s.u.).

Schön ist auch, dass DxO sich die bereits genutzten Applikationen merkt sodass man nicht immer wieder neu im Programme-Ordner navigieren muss:

Besonderheiten

So können generell alle Programme aus der Nik Collection genutzt werden. Dabei sollten aber die Besonderheiten beim Speichern beachtet werden (Quelle ist entweder eigenes Testen oder (https://bernd.distler.ws/archives/1833-Google-NIK-Collection-problematische-Stand-Alone-Nutzung.html) :

Viveza, Sharpener und Dfine überschreiben beim Speichern die Originaldatei (es gibt auch kein Datei-Menü wo ein „Speichern unter…“ möglich wäre).

Genauso überschreibt Analog Efex Pro ungefragt das Originalbild.

Color Efex Pro und Silver Efex Pro überschreiben zwar nicht, speichern aber wohl nur neue Versionen mit einer Dateiendung wie z.B. bild.jpeg_tmp. So steht es zumindest auf der oben referenzierten Seite. Bei mir ist das Bild noch mit normaler Dateierweiterung im Windows Explorer zu sehen, aber DxO zeigt es mit der Erweiterung tif_tmp2 an:

Auch erkennt es dafür kein optisches DxO-Modul mehr.

Bei den Programmen, die keinen eigenen „Speichern unter…“-Dialog haben, wird wie schon beschrieben das Ursprungsbild überschrieben (was ja nicht schlimm ist, da es ja ein eigens dafür Erstelltes TIF ist) und sobald man auf „Speichern“ drückt, ist man auch wieder in DxO Optics Pro gelandet. Hier muss man dann ggf. den Ordner einmal aktualisieren und kann dann von da aus in alle weiteren Formate wie gewohnt exportieren.

Erweiterter Workflow

Da ich allerdings ungern die TIFFs behalten will und im Moment eigentlich eh nur HDR Efex Pro 2 aus der Collection nutze um HDRs zu erstellen, gehe ich noch einen leicht anderen Weg.

Statt direkt den Export in die Applikation zu machen, mache ich zuerst einen Export auf die Festplatte in einen Unterordner namens „HDR_Input“ (meine Ordnerstruktur erkläre ich in einem späteren Post mal):

Hierfür kann man sich auch ein Preset anlegen (bzw. es existiert standardmäßig für TIFFs), sodass man dann nur noch den Ordner auswählen muss.

Dann kann man in den Ordner wechseln, dort die Bilder markieren und dann einen Export in die Applikation machen. Dort hat man nur noch die Wahl die Dateien ohne Entwicklung zu exportieren:

Dann wird aber direkt HDR Efex geöffnet.

Dasselbe kann man auch mit einem temp- oder intermediate-Ordner für die anderen Programme machen. Dann kann man nach erfolgreichem Export ins Zielformat ganz gemütlich die Intermediates löschen.