Tinkering Tuesday – Der neue PC – Ergebnisse

Jetzt geht es also darum. Was kann mein PC eigentlich jetzt so alles und wie schneidet er so im Vergleich ab?

Zu Beginn muss ich noch erwähnen: ich habe Problem 5 (siehe Tinkering Tuesday – Der neue PC – Probleme) mittlerweile „gelöst“. Anscheinend macht das XMP (Intel® Extreme Memory Profile) Probleme. Das wird wohl zum Übertakten des Speichers genutzt. Bei mir werden dann die Specs des Rams konfiguriert (16GB G.Skill RipJaws V rot DDR4-3000 DIMM CL15 Dual Kit). In den Auto-Einstellungen wird er nur als 2133MHz erkannt. Durch das XMP werden 3000MHz und die CL15 eingestellt. Dann kommt es aber immer wieder zu den Bootproblemen. Also bin ich erstmal in der „langsameren“ Konfiguration unterwegs.

Man findet dazu (Suchbegriffe: XMP, Z170, Problem) jede Menge, vor allem in Hinblick auf ASUS Mainboards… Scheint schon unter Übertakten zu zählen, obwohl sie eigentlich als 3000MHz verkauft werden. Alles oberhalb von 2133MHz ist wohl offiziell nicht unterstütz und gilt als Overclocking, sowohl beim ASUS Board, als auch beim Intel 6700K. Wird mich schon nicht umbringen. Wenn ich’s dann doch mal brauche/will, kann ich noch mehr Zeit investieren ;-D

Nun aber zu den Ergebnissen:

PCMark 8 Creative Conventional 3.0

Zuerst ein Benchmark! Da ich ja hauptsächlich Video- und Bildbearbeitung machen möchte, ist das natürlich der genau richtige Becnhmark.

Das Ergebnis liegt bei 3914 Punkten. Das ist derzeit Platz 21 unter denen mit einem Intel 6700K und der integrierten Grafikkarte Intel HD 530 und better than 79% of all results.. Mit einer zusätzlichen Grafikkarte ist da noch deutlich mehr drin, aber ohne Übertakten und mit langsameren Speichereinstellungen finde ich das schon echt gut. Das vollständige Ergebnis gibt es unter http://www.3dmark.com/pcm8cr3/57331

PCMark_Creative_ohneXMP
PCMark 8 Creative Conventional 3.0 – 3914 Punkte

http://www.3dmark.com/pcm8cr3/57331

pcmark

Video Rendering

Der wichtigste Test war der Real-Einsatz in der Videobearbeitung Sony Vegas 12. Ich hatte ein Testvideo, ein Urlaubsvideo, dass ich zu der Zeit geschnitten habe, dass ich auf dem alten System habe rendern lassen (1-pass, Best quality, 1920×1080 50i). Es beinhaltete Material von 3 verschiedenen Kameras, eine Xiaomi Yi Cam (1080p50), eine Olympus OM-D EM10 (1080p50) und ein iPhone, das für SlowMotion Aufnahmen, also 1080p120, genutzt wurde. Es wurden lediglich einfache Blenden gemacht, für die iPhone-Videos wurden entsprechend die Playback-Rate heruntergesetzt, sodass es ca. 25p entsprach. Auf dem Screenshot unten kann man das Material erkennen. jeweils pro Kamera eine Video- und eine Tonspur, dazu eine Tonspur mit der Hintergrundmusik.

Die 10 Minuten Video zu rendern dauerten auf dem alten System exakt drei Stunden. Im neuen System: 16:17 Minuten. Das nenne ich Erfolg! Nicht ganz Realtime, aber auf jeden Fall sehr gut!

Render_neu

Dazu kommt noch, dass ich nun ohne Probleme in bester(!) Vorschauqualität auf meinem Zweitmonitor im Vollbild die Videos schneiden kann, ohne dass es ruckelt.

Mittlerweile habe ich mir eine Kamera besorgt, die 4K kann (Olympus TG-Tracker, dazu in einem späteren Artikel mehr), und sogar das läuft in der Vorschau und in der Bearbeitung flüssig! Ich bin also für die Zukunft bestens gerüstet!

Festplatten Performance

Die Tests für die Speicher (SSD, HDD, USB-Stick, SD-Karte) werden alle mit dem Tool Atto Disk Benchmark durchgeführt.

SSD

Wie ich ja schon im ersten Beitrag erwähnt habe, hatte vor allem die SSD (Samsung 850 EVO 120GB) vermutlich noch reichlich Luft nach oben. Aus meiner Sicht wurde sie durch das Mainboard und den langsamen SATA Anschluss ausgebremst. Das wollte ich natürlich auch testen:

SSD im alten PC
SSD im alten PC
SSD im neuen PC
SSD im neuen PC

Wie man sieht, war im alten PC sowohl lesend als auch schreibend bei ca. 215MB Schluss, wobei sie sogar lesend schneller war. Im neuen PC wird sie nicht mehr gebremst und entfaltet mit über 500MB/sec schreibend und 550MB/sec lesend ihr volles Potential! Das sind mal Werte!

HDD

Meine HDD lag performance-mäßig schon vorher hinter der SSD zurück, da glaube ich nicht, noch viel herausholen zu können. Aber tatsächlich waren hier auch noch ca. 20MB/sec mehr drin. Von 155MB/sec auf 175MB/sec. Sehr gut!

HDD im alten PC
HDD im alten PC
HDD im neuen PC
HDD im neuen PC

USB 3.0 / SD Karten

Natürlich musste ich auch die Performance der USB Schnittstelle testen. Im alten System sind die immer so daher gekrochen. Sowohl mit einem USB-Stick, als auch mit einem SD-Kartenleser. Hier die Ergebnisse mit meinem neuen SanDisk Ultra Fit 32 GB: ca. 100MB/sec schreibend, 150MB/sec lesend. Da macht das Kopieren Spaß!

USB 3.0 USB Stick
USB 3.0 Stick im neuen PC

Im alten PC kommt er gerade mal auf 30MB/sec lesend und 25MB/sec schreibend.

USB Stick im alten PC
USB 3.0 Stick im alten PC

Allerdings ist der Stick nicht so zuverlässig. Nach ein paar Sekunden bei Volllast bricht die Performance wegen Hitzeproblemen (auch in vielen Rezensionen nachzulesen) auf ca. 20MB/sec ein. Da bringt mir USB 3.0 auch nichts. Naja, muss mal ein anderer her. Liegt wohl an der Größe vom Stick.

USB Stick Leistungsabfall
USB Stick Leistungsabfall

Auch eine SD-Karte im brandneuen Transcend TS-RDF9K Kartenleser durfte nicht fehlen. In diesem Fall habe ich meine Transcend Ultimate-Speed SDXC Class 10 UHS-1 64GB Speicherkarte für den Test genutzt, die mit bis zu 90MB/sec lesend beworben wird. Tja. Ich würde sagen: übererfüllt. Ich komme auf 65MB/sec schreibend und 93MB/sec lesend.

SD Karte im neuen PC
SD Karte im neuen PC

Im alten PC sind es gerade einmal ca. 18MB/sec:

SD-Karte im alten PC
SD Karte im alten PC

Fazit

Also alles in allem muss ich sagen. Das Teil rennt! Aber das war ja eigentlich auch nicht anders zu erwarten.

Als nächstes muss ich mich allerdings nochmal mit dem Thema Storage und Backup beschäftigen. Die letzten Wochen haben aufgrund verschiedener Ereignisse ca. 200GB an Videomaterial hervorgebracht. Da ist mir meine Platte vollgelaufen. Durch Löschen von einigem alten Kram habe ich mittlerweile wieder ca. 150GB frei, aber das ist auch nur noch eine Frage der Zeit (bzw. zum nächsten Auftritt meiner Band Monkey Fly).

Außerdem bin ich mit meinem Powerline-Netzwerk nicht mehr so zufrieden. Das werde ich auch nochmal auf die Probe stellen.