Lüfter trifft RAM 2

Tinkering Tuesday – Der neue PC – Probleme

Problem 1: CPU-Kühler

Auch die vielen Montagebauteile beim CPU-Kühler für die verschiedenen Sockel unter denen man sich erstmal die richtigen raussuchen mussten finde ich unübersichtlich. Früher war das nicht so kompliziert… Auch den Lüfter muss man dort noch selbst an die Kühllamellen montieren. Das verursachte auch schon das erste Problem. Nachdem CPU und Kühler am Mainboard angebracht waren und das Mainboard verschraubt war (man kann es übrigens wohl anscheinend relativ gefahrlos am CPU-Kühler anfassen und in das Gehäuse setzen. Ich habe zumindest keine gangbare Alternative Methode gefunden. Die Methode aber dafür in einigen YouTube-Videos validiert), habe ich bemerkt, dass ich den Kühler zu hoch angesetzt habe. Nagut. Wieder abgefummelt (die Anbringung an den Lamellen ist auch garnicht mal so cool) und weiter nach unten gesetzt. Dann aber gemerkt, dass dann der Lüfter gegen die RAM-Riegel stößt! Das sollte doch bei dem Kühler gerade nicht passieren… Das haben die ja besch… gebaut. Dabei ist doch auf der anderen Seite so viel Platz. Hm, aber den Kühler auf die andere Seite montieren geht auch nicht, dann stimmt der Luftstrom nicht. Mist.

Lüfter trifft RAM
Lüfter trifft RAM
Lüfter trifft RAM 2
Lüfter trifft RAM 2

Ungelogen erst nach einer (!) Woche ist mir aufgefallen, dass ich doch einfach den Kühler hätte um 180 Grad drehen sollen… Naja, nu isser drin, RAM wird auch nur geringfügig berührt und auf die Sauerei mit der Wärmeleitpaste hab ich auch kein zweites Mal Lust.

2. Problem: Anschlussblende

Auch erst nachdem ich alles eingebaut habe, ist mir aufgefallen, dass ja beim Mainboard noch so eine Blende dabei war, die ins Gehäuse muss. Ach, die kann man bestimmt nachträglich aufstecken… nicht! Ich hab es dann auf die Folgewoche verschoben, habe aber mittlerweile das Mainboard tatsächlich nochmal ausgebaut um diese blöde Blende einzusetzen:

Anschlussblende
Anschlussblende

Also Merke: Immer vorher die Anschlussblende einsetzen!

3. Problem: HDMI

Das dritte Problem zeigte sich erst beim Einschalten. Grundsätzlich funktionierte alles, allerdings blieb mein Hauptbildschirm des Öfteren einfach dunkel. Der zweite lief. Nach Treiberinstallationen, BIOS Updates (nach dem der Rechner auch erst nicht wieder hochgekommen war… ich habe diverse Male gedacht, jetzt hab ich ihn endgültig kaputt gemacht…), Umsteckaktionen und Internetrecherchen steht für mich fest: es liegt an der Kombination aus Z170-Chipsatz und der integrierten Intel i7-Grafik. Das scheint bei vielen Probleme zu bereiten, aber Intel schiebt wohl den Mainboard-Herstellern die Schuld in die Schuhe, die wiederum Intel in der Verantwortung sehen. Tja. Gut, dass ich mich für das Mainboard mit den vielen Anschlüssen entschieden habe, so ist nun mein Hauptscreen per DVI und der zweite per VGA angeschlossen. Geht auch. Vielleicht kommt nochmal ein Adapter von DisplayPort auf HDMI ins Haus.

4. Problem: Absturz

Gleich beim ersten Benutzen von Sony Vegas gab es einen unerklärlichen Fehler und der PC wollte neu gestartet werden. Dabei ist er nicht wieder hoch gekommen sondern immer wieder im BIOS gelandet. Nach unzähligen Einstellungsversuchen habe ich bemerkt, dass meine SSD nicht mehr in der Boot-Reihenfolge auftauchte. Nach manueller Auswahl im Boot-Menü fuhr Windows ohne Murren innerhalb von Sekunden hoch.

Die UEFI-Partition war total zerschossen. Ein manuelles Einbinden der Partition um die Infos wiederherzustellen resultierte in gähnender Leere. Naja. Was macht der visierte PC-Experte: Windows neu installieren (nachdem man erstmal eine Woche lang den Rechner immer manuell auf die Boot-Platte hingewiesen hatte und es anfing zu nerven). Läuft seitdem einwandfrei!

5. Problem: Startschwierigkeiten

Tja, im Moment macht er auch immer mal wieder beim Booten Probleme. Das heißt, er fährt nicht hoch (am Lüftergeräusch zu hören, dass er nicht weiter kommt) und die Bildschirme bekommen kein Signal. Dann hilft nur lange auf den Ausschalter drücken, damit er hart ausgeschaltet wird. Beim folgenden Boot gibt es dann wieder ein Signal auf die Monitore, er beschwert sich aber, dass „das Tuning fehlgeschlagen“ ist und er ins BIOS möchte. Da kann man dann einfach ohne speichern beenden und Windows fährt ohne Probleme hoch.

Mal sehen, das ist auf jeden Fall untersuchungswürdig, weil das natürlich keinen Spaß macht. Ich hab probeweise mal das XMP deaktiviert. Ansonsten muss ich mal einen kleinen PC-Speaker anschließen und gucken, ob er Beeps von sich gibt.

So geht es weiter

Im nächsten Beitrag gibt es dann endlich Resultate: Speedtests und Geschwindigkeitsvergleiche.

Gehäuse und Netzteil

Tinkering Tuesday – Der neue PC – Komponenten

Im ersten Teil dieser Serie gab es meine Beschlussfassung und meine alte Konfiguration nachzulesen.

So. Was hab ich mir also bestellt?

Kleiner Hinweis: die Links in diesem Artikel führen zu Amazon und sind über das Partnerprogramm erstellt. Ich habe gehört man kann damit Geld verdienen und stinkereich werden! Wenn ihr also sowieso was bei Amazon kaufen wollt geht doch einfach mal über so einen Link… Vielleicht lass ich euch an meinem dadurch gewonnenen Reichtum teilhaben!

Prozessor

Das wichtigste zuerst, der Prozessor. Wie schon beschrieben ist mir bei der Videobearbeitung immer der Prozessor der Flaschenhals gewesen. Das ist meinen Recherchen zufolge wohl auch eigentlich immer so. Daher wollte ich ein Rennpferd. Wenn man nicht zu Xeon Prozessoren für Workstations greifen will und nicht hunderte Euro für ein passendes Mainboard ausgeben will, das für einen der Sechs- oder Achtkerner von Intel passt, bleibt einem in den Consumer Regionen eigentlich nur ein Intel i7. Ich muss zugeben, das ist mein erster Intel! Früher war AMD noch eine echte Alternative, vor allem was Preis-/Leistung anging. Das hat sich wohl mittlerweile erledigt und gerade für wirkliche Belastung wie Videobearbeitung führt wohl kein Weg an Intel vorbei (außer bei guter Unterstützung von OpenGL?).

Naja, es ist aber ein Intel i7 geworden. Und wenn schon denn schon dachte ich mir, dann auch gleich alles was geht und hab mir den Intel Core i7-6700K Prozessor gegönnt. Das ist, soweit ich weiß, der derzeit schnellste Consumer Prozessor, der sich auch noch übertakten lässt (dafür steht das „K“). Sollte also reichen. Boxed Kühler brauch ich auch nicht.

Noch ein Vorteil ist die integrierte Grafik. Die soll sogar einigermaßen was taugen. Da werde ich später noch drauf eingehen.

Mainboard

Hier hab ich schon ein wenig länger gesucht und mir diverse Meinungen über die verschiedenen Hersteller durchgelesen. Vor allem den Test unter http://ocaholic.ch/modules/smartsection/item.php?itemid=1655&page=11 fand ich sehr gut. Da haben die Boards von Asus ganz gut abgeschnitten. Da ich dem Board nicht ganz so einen hohen Stellenwert beimesse, sollte es auch nicht so teuer werden und so bin ich letztlich bei der Entscheidung Asus Maximus VIII Ranger gegen Asus Z170 Pro Gaming stand, wobei es dann in der letzten Sekunde doch das Asus Z170 Pro Gaming geworden ist. Bauchgefühl… Hat auf jeden Fall alles, was ich denke ich brauche: USB 3.0 und 3.1, sogar einen Typ C Anschluss. Platz für eine M2-SSD vom neusten Standard wäre auch. 2GB/s reizen dann doch, allerdings warte ich wohl noch die nächste Generation ab, sodass sich die Preise etwas anpassen können. Schneller DDR4 RAM findet ebenso Platz. Was letztlich auch einen Ausschlag Richtung Pro Gaming und gegen das Ranger gegeben hat war, dass es nicht nur HDMI und Display Port sondern auch DVI und VGA Anschluss für Monitore hat. Ich bin da noch recht altmodisch unterwegs. Mein Hauptbildschirm kann HDMI, DVI und VGA, mein Zweitscreen aber nur DVI und VGA. Letztendlich auch eine gute Entscheidung denn, wie sich herausstellte, gibt es doch erhebliche Probleme mit dem HDMI-Anschluss. Dazu aber später mehr.

Außerdem gibt es zu dem Board in Verbindung mit dem Prozessor gerade eine Cachback Aktion von Asus, d.h. ich bekomme nochmal 40 Euro zurück. Und: es gibt das neue Doom 4 kostenlos dazu! Ob das auf der integrierten Grafik läuft? Dazu später mehr (kleine Spoiler: ja tut es und es ist geil :-D)

Arbeitsspeicher

Der RAM ist auch wieder so ein Thema. Es sollten auf jeden Fall 16GB sein mit der Option irgendwann auf 32 aufzustocken. Also 2x8GB statt 4x4GB. Dann geht es um die Taktrate. 3000MHz soll da wohl ein ganz guter Wert sein, auch wenn es mittlerweile auch noch schnellere gibt. Übertakten ist da wohl auch noch eine Möglichkeit, daher soll er auch dafür geeignet sein. Damit hab ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich lange aufgehalten, den ein oder anderen Test gelesen und mich für G.Skill Ripjaws 16GB PC 3000 DDR4-RAM Kit
entschieden hab. Der Test auf http://proclockers.com/reviews/memory/gskill-ripjaws-v-16gb-ddr4-3000mhz-memory-review?nopaging=1 hat das auch gut bestätigt.

CPU Kühler, Gehäuse und Netzteil

Soviel zu den Kernkomponenten. Jetzt zum schmückenden Beiwerk. CPU Kühler… tja ist mir eigentlich egal. Muss kühlen, auch etwas Potenzial fürs Übertakten haben und trotzdem leise im Normalbetrieb sein. Auch nicht so teuer. Geht mir nicht ums Aussehen oder sonstwas (es gibt tatsächlich Leute, die sich einen Kühler nach dem Aussehen kaufen… aber die haben dann auch Beleuchtung und Fenster in ihren Gehäusen… bei mir steht der neben dem Schreibtisch in einer möglichst unauffälligen Ecke!). Bei der Suche hab ich dann mehrfach die Fragestellung nach der Höhe des Kühlers gelesen. Ob der und der Kühler in das und das Gehäuse passt… oder andersherum. Das war also wohl die erste zu klärende Frage, da von außen sichtbar: welches Gehäuse?

Nein, kein Alienkopf. Auch kein großes beleuchtetes Fenster. Mein bisheriges Gehäuse ist ein M40 von AeroCool, welches eine Würfelform hat:

Aerocool m40
Aerocool M40

Das fand ich ganz gut. Hat aber sowohl innen als auch außen seine Nachteile. Innen definitiv der Platz, außen auch. Den hatte ich zuletzt auf dem Schreibtisch stehen, da er einfach zu breit war um ihn auf den Boden zu stellen. Also musste wieder was in einer „normalen“ PC Form her. Möglichst unauffällig und schlicht. Trotzdem wertig, gut zu kühlen und leise. Geworden ist es letztlich das NANOXIA Deep Silence 3 in Anthrazit.

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Schlicht und einfach: Nanoxia Deep Silence 3

Nun konnte ich also auf die Suche nach einem CPU Kühler gehen. Mit Scythe hatte ich schon in meinem alten PC gute Erfahrungen gemacht. Auch die Lautstärke und Kühlwerte haben mich überzeugt (ich finde den Test gerade nicht mehr…). Also wurde es dann ein Scythe Ashura. Der hat den Vorteil, dass er gegenüber anderen Tower-Kühlern recht schmal ist und die RAM-Bänke nicht blockiert. Normalerweise… dazu später mehr…

Da ich derzeit keine separate Grafikkarte will, muss das Netzteil nicht sonderlich groß dimensioniert sein. Ich hatte überlegt einfach das alte weiter zu benutzen, aber das wäre das einzige Teil gewesen, was dann meinen alten PC von der Lauffähigkeit getrennt hätte. Man weiß ja nie, wofür man einen zweiten PC noch so braucht. Deswegen ist es ein be quiet! Straight Power E10 400W
geworden. Netzteile arbeiten wohl erst bei höherer Auslastung effizient. Und da bei mir mit der Grafikkarte einer der größten Verbraucher fehlt, ist es so klein dimensioniert. Letztlich hätte ich mich aber doch für eine modulare Variante entscheiden sollen, aber letztlich kommt der Deckel drauf und gut:

Gehäuse und Netzteil
Ein wenig Kabelsalat im unteren Teil.

SDD, HDD und optisches Laufwerk

Der Rest wurde aus meinem alten PC ausgebaut. Dort hatte ich schonmal mit einer Samsung 850 EVO 120 GB und einer Seagate Desktop ST3000DM001 3000 GB
aufgerüstet. Die alte 500 GB Platte wurde wieder in den alten PC versetzt (es war sogar noch Windows 7 drauf installiert, hoch gefahren, lieft. Wird demnächst aber nochmal auf Windows 10 upgegradet).

Außerdem kam noch der BluRay-Recorder rüber (irgendwas von LG). Dort wurde auch feierlich die Schutzfolie abgezogen. Mein altes Gehäuse hatte eine eigene Blende.

Kartenleser und USB Stick

Jetzt habe ich ja USB 3.1 und USB 3.0, daher musste auch neue schnellere Peripherie her. Die SD-Karten können ja deutlich mehr als die 2MB/s, die ich an meinem alten PC erzielt habe, also muss der neuste schnellste USB-Kartenleser her. Und wo wir gerade dabei sind auch ein schneller USB-Stick.

Meine Wahl fiel auf den Transcend TS-RDF9K. Der Vorgänger hatte bei einem Test sehr gut abgeschnitten (finde ich leider auch gerade nicht wieder).

Als USB Stick habe ich hier jetzt den SanDisk Ultra Fit 32 GB hier rumliegen.
Tests zur Geschwindigkeit gibt es dann bald.

So geht es weiter

Im nächsten Beitrag erzähl ich ein bisschen was zu meinen Problemen beim Zusammenbau und der Inbetriebnahme.

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Tinkering Tuesday – Ein neuer PC muss her

So, man hat es bestimmt schon vermutet, meine Android-Projekt liegt mittlerweile auf Eis. Ich komm einfach nicht dazu und bin mir auch selbst über die Komplexität, die ich da immer wieder reinbauen will im Unklaren. Es gibt eine kleine Testapp, die aber nicht die Bohne vorzeigbar ist.

Daher widme ich mich wieder anderen Hobbies, u.a. habe ich mit erweiterter Fotobearbeitung/-entwicklung angefangen, d.h. die RAW-Dateien, die ich mit meiner neuen Olympus-Kamera immer fleißig mitspeichere, werden nun auch mal entwickelt. Und ich bin begeistert, was man noch alles aus einem Bild rausholen kann!

Außerdem habe ich in letzter Zeit einiges an Videobearbeitung gemacht und möchte das auch wieder mehr machen. Zum einen natürlich für meine Band Monkey Fly, zum anderen aber auch z.B. von Urlauben oder sonstigen Freizeitaktivitäten, die ich entweder auch mit der Olympus OM-D aufnehme oder aber mit meiner neu erstandenen Xiaomi Yi Cam. Einer preiswerten Action Cam, die qualitativ durchaus mit den teuren mithalten kann! Dazu habe ich noch einen Camcorder, Canon HF M46, mit dem ich aber hauptsächlich unsere Konzerte mitschneide. Ein Zusammenschnitt vom Camcorder, der Action Cam und der Action Cam unseres Gitarristen findet sich unter https://www.youtube.com/watch?v=3l2iKzLA9VY. Der Schnitt ist vom Gitarristen, da mein PC mich wirklich genervt hat…

Bei beiden Hobbies hat mich jetzt immer mehr mein PC zur weißglut gebracht. Dieser ist einfach nicht in der Lage performant die Aufgaben zu erfüllen. Meine bisherige Fotobearbeitung bestand aus den Windows-Boardmitteln zur Fotoverbesserung (ein bisschen Kontrast, Weißabgleich, Beschnitt) auf den JPEGs aus der Kamera. Dafür hat es allemal gelangt. Jetzt habe ich allerdings mit der RAW-Entwicklung angefangen und habe dafür die Testversionen von DxO Optics Pro und Adobe Lightroom installiert. Bei beiden war die Ernüchterung groß. Sowohl die Vorschau, als auch der Export sind, gelinde gesagt, schweinelangsam. Vor allem die Vorschau in DxO und der Vergleichsbutton für den Vergleich zum Ausgangsbild hat bis zu 30 Sekunden pro Bild gebraucht. An ein fließendes Arbeiten war nicht zu denken. Erst recht nicht an die PRIME Rauschunterdrückung. Letztendlich hat mich übrigens DxO Optics Pro mit seinen automatischen Korrekturen mehr als überzeugt. Lightroom finde ich als Einsteiger zu unübersichtlich. Außerdem sind die automatischen Korrekturen von DxO meiner Meinung nach fantastisch. Gerade die Objektivkorrekturen… Daher ist es das Tool der Wahl geworden und muss natürlich dann auch irgendwie flüssig laufen.

Die Videobearbeitung habe ich ja schon seit längerem mit Sony Vegas gemacht, was aber auch nie gut lief. Die Vorschau ruckelte trotz Video Proxies bei Übergängen, ein Export von 10 Minuten Video ohne Effekte, nur mit Übergängen hat in der Draft-Einstellung 3 Stunden gedauert. Für ein 25 Minuten Video habe ich gar 10 Stunden warten müssen, nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass ich irgendwo das Bild abgeschnitten habe oder etwas unscharf ist (was man ja dank der schlechten Vorschauqualität auch nicht direkt sehen konnte).

Abhilfe in Form einer CUDA-fähigen Einsteigergrafikkarte hat auch nichts mehr geholfen. Die SSD half zwar den Windows-Start und die Ladezeiten zu reduzieren, aber sonst auch nicht viel.

Was mir jetzt auch auffiel, da ich die Videos auf SD-Karte bzw. USB Sticks kopiert habe ist, dass auch die USB-Performance an meinem PC stark zu wünschen übrig lässt. Also noch ein Punkt auf der Liste.

Also wurde der Entschluss gefasst, dass ein neuer PC hermuss. Der alte ist immerhin auch (mehr oder minder auf den Tag genau) acht Jahre alt gewesen.
Hier die ursprünglichen, auf stromsparend und leise ausgelegten, Specs von 2008:

  • AMD Athlon64 X2 4850E 2x2500MHz
  • Gigabyte GA-MA78GM-S2H AMD780G
  • 2x1024MB Kit OCZ XTC Platinum Rev. 2.0 800MHz CL4
  • 500 GB Western Digital Caviar Green Power
AlteKonfiuration
Die alte Konfiguration, hier noch mit Boxed-Kühler, wurde später noch durch einen leiseren Scythe Big Shuriken ersetzt

Das wurde im Laufe der Zeit etwas ausgebaut:

  • 2×2048 MB Kit OCZ Platinum PC26400 (erst zusätzlich, nach Ausfall der kleinen Riegel ausschließlich)
  • 3000GB Seagate Desktop HDD ST3000DM001 7.200U/min 64MB 3.5″ (8.9cm) SATA 6Gb/s
  • 2048MB ZOTAC GeForce GT 630 Zone Edition Passiv PCIe 2.0 x16
  • Zuletzt kam eine Samsung 850 Evo hinzu.

Damit habe ich dann erstmal ein paar Leistungs-/ Vergleichstests gemacht um zu schauen, wie viel besser das spätere System wird.

SSD im alten PC
SSD im alten PC

 

ATTO_HDD
HDD im alten PC

 

Wie man sieht, hat die HDD ihre volle Geschwindigkeit mit knapp 160MB/sec wohl erreicht. Die SSD ist  mit ca. 215MB/sec etwasschneller, aber lange nicht an ihrer Grenze. Das liegt aber am langsamen SATA Standard des Mainboards.

CPU Benchmarks habe ich keine gemacht, habe mir eben nur ein Video-Projekt mit 10 Minuten Rendering gespeichert. Das brauchte in der alten Konfiguration exakt 3 Stunden bei ständig 100% Prozessorlast.

Meine USB-Anschlüsse waren auch nicht die schnellsten, da war bei 5MB/sec Schluss. Noch schlimmer waren SD-Karten, da war mit meinem Trust 3,5 Zoll Einbau Kartenleser stets bei 2MB Schluss.

Wichtig waren mir also:

  • Schnelle CPU
  • Gute Anbindung für meine SSD
  • USB 3 bzw. USB 3.1 Anschlüsse
  • Weiterhin sollte er natürlich kein Hubschrauber, sondern auch leise sein
  • Grafikkarte war mir überhaupt nicht wichtig, da ich seit Ewigkeiten nicht gezockt habe

Im nächsten Blogbeitrag gibt es dann das Ergebnis!