Tinkering Tuesday – Der neue PC – Ergebnisse

Jetzt geht es also darum. Was kann mein PC eigentlich jetzt so alles und wie schneidet er so im Vergleich ab?

Zu Beginn muss ich noch erwähnen: ich habe Problem 5 (siehe Tinkering Tuesday – Der neue PC – Probleme) mittlerweile „gelöst“. Anscheinend macht das XMP (Intel® Extreme Memory Profile) Probleme. Das wird wohl zum Übertakten des Speichers genutzt. Bei mir werden dann die Specs des Rams konfiguriert (16GB G.Skill RipJaws V rot DDR4-3000 DIMM CL15 Dual Kit). In den Auto-Einstellungen wird er nur als 2133MHz erkannt. Durch das XMP werden 3000MHz und die CL15 eingestellt. Dann kommt es aber immer wieder zu den Bootproblemen. Also bin ich erstmal in der „langsameren“ Konfiguration unterwegs.

Man findet dazu (Suchbegriffe: XMP, Z170, Problem) jede Menge, vor allem in Hinblick auf ASUS Mainboards… Scheint schon unter Übertakten zu zählen, obwohl sie eigentlich als 3000MHz verkauft werden. Alles oberhalb von 2133MHz ist wohl offiziell nicht unterstütz und gilt als Overclocking, sowohl beim ASUS Board, als auch beim Intel 6700K. Wird mich schon nicht umbringen. Wenn ich’s dann doch mal brauche/will, kann ich noch mehr Zeit investieren ;-D

Nun aber zu den Ergebnissen:

PCMark 8 Creative Conventional 3.0

Zuerst ein Benchmark! Da ich ja hauptsächlich Video- und Bildbearbeitung machen möchte, ist das natürlich der genau richtige Becnhmark.

Das Ergebnis liegt bei 3914 Punkten. Das ist derzeit Platz 21 unter denen mit einem Intel 6700K und der integrierten Grafikkarte Intel HD 530 und better than 79% of all results.. Mit einer zusätzlichen Grafikkarte ist da noch deutlich mehr drin, aber ohne Übertakten und mit langsameren Speichereinstellungen finde ich das schon echt gut. Das vollständige Ergebnis gibt es unter http://www.3dmark.com/pcm8cr3/57331

PCMark_Creative_ohneXMP
PCMark 8 Creative Conventional 3.0 – 3914 Punkte

http://www.3dmark.com/pcm8cr3/57331

pcmark

Video Rendering

Der wichtigste Test war der Real-Einsatz in der Videobearbeitung Sony Vegas 12. Ich hatte ein Testvideo, ein Urlaubsvideo, dass ich zu der Zeit geschnitten habe, dass ich auf dem alten System habe rendern lassen (1-pass, Best quality, 1920×1080 50i). Es beinhaltete Material von 3 verschiedenen Kameras, eine Xiaomi Yi Cam (1080p50), eine Olympus OM-D EM10 (1080p50) und ein iPhone, das für SlowMotion Aufnahmen, also 1080p120, genutzt wurde. Es wurden lediglich einfache Blenden gemacht, für die iPhone-Videos wurden entsprechend die Playback-Rate heruntergesetzt, sodass es ca. 25p entsprach. Auf dem Screenshot unten kann man das Material erkennen. jeweils pro Kamera eine Video- und eine Tonspur, dazu eine Tonspur mit der Hintergrundmusik.

Die 10 Minuten Video zu rendern dauerten auf dem alten System exakt drei Stunden. Im neuen System: 16:17 Minuten. Das nenne ich Erfolg! Nicht ganz Realtime, aber auf jeden Fall sehr gut!

Render_neu

Dazu kommt noch, dass ich nun ohne Probleme in bester(!) Vorschauqualität auf meinem Zweitmonitor im Vollbild die Videos schneiden kann, ohne dass es ruckelt.

Mittlerweile habe ich mir eine Kamera besorgt, die 4K kann (Olympus TG-Tracker, dazu in einem späteren Artikel mehr), und sogar das läuft in der Vorschau und in der Bearbeitung flüssig! Ich bin also für die Zukunft bestens gerüstet!

Festplatten Performance

Die Tests für die Speicher (SSD, HDD, USB-Stick, SD-Karte) werden alle mit dem Tool Atto Disk Benchmark durchgeführt.

SSD

Wie ich ja schon im ersten Beitrag erwähnt habe, hatte vor allem die SSD (Samsung 850 EVO 120GB) vermutlich noch reichlich Luft nach oben. Aus meiner Sicht wurde sie durch das Mainboard und den langsamen SATA Anschluss ausgebremst. Das wollte ich natürlich auch testen:

SSD im alten PC
SSD im alten PC
SSD im neuen PC
SSD im neuen PC

Wie man sieht, war im alten PC sowohl lesend als auch schreibend bei ca. 215MB Schluss, wobei sie sogar lesend schneller war. Im neuen PC wird sie nicht mehr gebremst und entfaltet mit über 500MB/sec schreibend und 550MB/sec lesend ihr volles Potential! Das sind mal Werte!

HDD

Meine HDD lag performance-mäßig schon vorher hinter der SSD zurück, da glaube ich nicht, noch viel herausholen zu können. Aber tatsächlich waren hier auch noch ca. 20MB/sec mehr drin. Von 155MB/sec auf 175MB/sec. Sehr gut!

HDD im alten PC
HDD im alten PC
HDD im neuen PC
HDD im neuen PC

USB 3.0 / SD Karten

Natürlich musste ich auch die Performance der USB Schnittstelle testen. Im alten System sind die immer so daher gekrochen. Sowohl mit einem USB-Stick, als auch mit einem SD-Kartenleser. Hier die Ergebnisse mit meinem neuen SanDisk Ultra Fit 32 GB: ca. 100MB/sec schreibend, 150MB/sec lesend. Da macht das Kopieren Spaß!

USB 3.0 USB Stick
USB 3.0 Stick im neuen PC

Im alten PC kommt er gerade mal auf 30MB/sec lesend und 25MB/sec schreibend.

USB Stick im alten PC
USB 3.0 Stick im alten PC

Allerdings ist der Stick nicht so zuverlässig. Nach ein paar Sekunden bei Volllast bricht die Performance wegen Hitzeproblemen (auch in vielen Rezensionen nachzulesen) auf ca. 20MB/sec ein. Da bringt mir USB 3.0 auch nichts. Naja, muss mal ein anderer her. Liegt wohl an der Größe vom Stick.

USB Stick Leistungsabfall
USB Stick Leistungsabfall

Auch eine SD-Karte im brandneuen Transcend TS-RDF9K Kartenleser durfte nicht fehlen. In diesem Fall habe ich meine Transcend Ultimate-Speed SDXC Class 10 UHS-1 64GB Speicherkarte für den Test genutzt, die mit bis zu 90MB/sec lesend beworben wird. Tja. Ich würde sagen: übererfüllt. Ich komme auf 65MB/sec schreibend und 93MB/sec lesend.

SD Karte im neuen PC
SD Karte im neuen PC

Im alten PC sind es gerade einmal ca. 18MB/sec:

SD-Karte im alten PC
SD Karte im alten PC

Fazit

Also alles in allem muss ich sagen. Das Teil rennt! Aber das war ja eigentlich auch nicht anders zu erwarten.

Als nächstes muss ich mich allerdings nochmal mit dem Thema Storage und Backup beschäftigen. Die letzten Wochen haben aufgrund verschiedener Ereignisse ca. 200GB an Videomaterial hervorgebracht. Da ist mir meine Platte vollgelaufen. Durch Löschen von einigem alten Kram habe ich mittlerweile wieder ca. 150GB frei, aber das ist auch nur noch eine Frage der Zeit (bzw. zum nächsten Auftritt meiner Band Monkey Fly).

Außerdem bin ich mit meinem Powerline-Netzwerk nicht mehr so zufrieden. Das werde ich auch nochmal auf die Probe stellen.

Lüfter trifft RAM 2

Tinkering Tuesday – Der neue PC – Probleme

Problem 1: CPU-Kühler

Auch die vielen Montagebauteile beim CPU-Kühler für die verschiedenen Sockel unter denen man sich erstmal die richtigen raussuchen mussten finde ich unübersichtlich. Früher war das nicht so kompliziert… Auch den Lüfter muss man dort noch selbst an die Kühllamellen montieren. Das verursachte auch schon das erste Problem. Nachdem CPU und Kühler am Mainboard angebracht waren und das Mainboard verschraubt war (man kann es übrigens wohl anscheinend relativ gefahrlos am CPU-Kühler anfassen und in das Gehäuse setzen. Ich habe zumindest keine gangbare Alternative Methode gefunden. Die Methode aber dafür in einigen YouTube-Videos validiert), habe ich bemerkt, dass ich den Kühler zu hoch angesetzt habe. Nagut. Wieder abgefummelt (die Anbringung an den Lamellen ist auch garnicht mal so cool) und weiter nach unten gesetzt. Dann aber gemerkt, dass dann der Lüfter gegen die RAM-Riegel stößt! Das sollte doch bei dem Kühler gerade nicht passieren… Das haben die ja besch… gebaut. Dabei ist doch auf der anderen Seite so viel Platz. Hm, aber den Kühler auf die andere Seite montieren geht auch nicht, dann stimmt der Luftstrom nicht. Mist.

Lüfter trifft RAM
Lüfter trifft RAM
Lüfter trifft RAM 2
Lüfter trifft RAM 2

Ungelogen erst nach einer (!) Woche ist mir aufgefallen, dass ich doch einfach den Kühler hätte um 180 Grad drehen sollen… Naja, nu isser drin, RAM wird auch nur geringfügig berührt und auf die Sauerei mit der Wärmeleitpaste hab ich auch kein zweites Mal Lust.

2. Problem: Anschlussblende

Auch erst nachdem ich alles eingebaut habe, ist mir aufgefallen, dass ja beim Mainboard noch so eine Blende dabei war, die ins Gehäuse muss. Ach, die kann man bestimmt nachträglich aufstecken… nicht! Ich hab es dann auf die Folgewoche verschoben, habe aber mittlerweile das Mainboard tatsächlich nochmal ausgebaut um diese blöde Blende einzusetzen:

Anschlussblende
Anschlussblende

Also Merke: Immer vorher die Anschlussblende einsetzen!

3. Problem: HDMI

Das dritte Problem zeigte sich erst beim Einschalten. Grundsätzlich funktionierte alles, allerdings blieb mein Hauptbildschirm des Öfteren einfach dunkel. Der zweite lief. Nach Treiberinstallationen, BIOS Updates (nach dem der Rechner auch erst nicht wieder hochgekommen war… ich habe diverse Male gedacht, jetzt hab ich ihn endgültig kaputt gemacht…), Umsteckaktionen und Internetrecherchen steht für mich fest: es liegt an der Kombination aus Z170-Chipsatz und der integrierten Intel i7-Grafik. Das scheint bei vielen Probleme zu bereiten, aber Intel schiebt wohl den Mainboard-Herstellern die Schuld in die Schuhe, die wiederum Intel in der Verantwortung sehen. Tja. Gut, dass ich mich für das Mainboard mit den vielen Anschlüssen entschieden habe, so ist nun mein Hauptscreen per DVI und der zweite per VGA angeschlossen. Geht auch. Vielleicht kommt nochmal ein Adapter von DisplayPort auf HDMI ins Haus.

4. Problem: Absturz

Gleich beim ersten Benutzen von Sony Vegas gab es einen unerklärlichen Fehler und der PC wollte neu gestartet werden. Dabei ist er nicht wieder hoch gekommen sondern immer wieder im BIOS gelandet. Nach unzähligen Einstellungsversuchen habe ich bemerkt, dass meine SSD nicht mehr in der Boot-Reihenfolge auftauchte. Nach manueller Auswahl im Boot-Menü fuhr Windows ohne Murren innerhalb von Sekunden hoch.

Die UEFI-Partition war total zerschossen. Ein manuelles Einbinden der Partition um die Infos wiederherzustellen resultierte in gähnender Leere. Naja. Was macht der visierte PC-Experte: Windows neu installieren (nachdem man erstmal eine Woche lang den Rechner immer manuell auf die Boot-Platte hingewiesen hatte und es anfing zu nerven). Läuft seitdem einwandfrei!

5. Problem: Startschwierigkeiten

Tja, im Moment macht er auch immer mal wieder beim Booten Probleme. Das heißt, er fährt nicht hoch (am Lüftergeräusch zu hören, dass er nicht weiter kommt) und die Bildschirme bekommen kein Signal. Dann hilft nur lange auf den Ausschalter drücken, damit er hart ausgeschaltet wird. Beim folgenden Boot gibt es dann wieder ein Signal auf die Monitore, er beschwert sich aber, dass „das Tuning fehlgeschlagen“ ist und er ins BIOS möchte. Da kann man dann einfach ohne speichern beenden und Windows fährt ohne Probleme hoch.

Mal sehen, das ist auf jeden Fall untersuchungswürdig, weil das natürlich keinen Spaß macht. Ich hab probeweise mal das XMP deaktiviert. Ansonsten muss ich mal einen kleinen PC-Speaker anschließen und gucken, ob er Beeps von sich gibt.

So geht es weiter

Im nächsten Beitrag gibt es dann endlich Resultate: Speedtests und Geschwindigkeitsvergleiche.

Gehäuse und Netzteil

Tinkering Tuesday – Der neue PC – Komponenten

Im ersten Teil dieser Serie gab es meine Beschlussfassung und meine alte Konfiguration nachzulesen.

So. Was hab ich mir also bestellt?

Kleiner Hinweis: die Links in diesem Artikel führen zu Amazon und sind über das Partnerprogramm erstellt. Ich habe gehört man kann damit Geld verdienen und stinkereich werden! Wenn ihr also sowieso was bei Amazon kaufen wollt geht doch einfach mal über so einen Link… Vielleicht lass ich euch an meinem dadurch gewonnenen Reichtum teilhaben!

Prozessor

Das wichtigste zuerst, der Prozessor. Wie schon beschrieben ist mir bei der Videobearbeitung immer der Prozessor der Flaschenhals gewesen. Das ist meinen Recherchen zufolge wohl auch eigentlich immer so. Daher wollte ich ein Rennpferd. Wenn man nicht zu Xeon Prozessoren für Workstations greifen will und nicht hunderte Euro für ein passendes Mainboard ausgeben will, das für einen der Sechs- oder Achtkerner von Intel passt, bleibt einem in den Consumer Regionen eigentlich nur ein Intel i7. Ich muss zugeben, das ist mein erster Intel! Früher war AMD noch eine echte Alternative, vor allem was Preis-/Leistung anging. Das hat sich wohl mittlerweile erledigt und gerade für wirkliche Belastung wie Videobearbeitung führt wohl kein Weg an Intel vorbei (außer bei guter Unterstützung von OpenGL?).

Naja, es ist aber ein Intel i7 geworden. Und wenn schon denn schon dachte ich mir, dann auch gleich alles was geht und hab mir den Intel Core i7-6700K Prozessor gegönnt. Das ist, soweit ich weiß, der derzeit schnellste Consumer Prozessor, der sich auch noch übertakten lässt (dafür steht das „K“). Sollte also reichen. Boxed Kühler brauch ich auch nicht.

Noch ein Vorteil ist die integrierte Grafik. Die soll sogar einigermaßen was taugen. Da werde ich später noch drauf eingehen.

Mainboard

Hier hab ich schon ein wenig länger gesucht und mir diverse Meinungen über die verschiedenen Hersteller durchgelesen. Vor allem den Test unter http://ocaholic.ch/modules/smartsection/item.php?itemid=1655&page=11 fand ich sehr gut. Da haben die Boards von Asus ganz gut abgeschnitten. Da ich dem Board nicht ganz so einen hohen Stellenwert beimesse, sollte es auch nicht so teuer werden und so bin ich letztlich bei der Entscheidung Asus Maximus VIII Ranger gegen Asus Z170 Pro Gaming stand, wobei es dann in der letzten Sekunde doch das Asus Z170 Pro Gaming geworden ist. Bauchgefühl… Hat auf jeden Fall alles, was ich denke ich brauche: USB 3.0 und 3.1, sogar einen Typ C Anschluss. Platz für eine M2-SSD vom neusten Standard wäre auch. 2GB/s reizen dann doch, allerdings warte ich wohl noch die nächste Generation ab, sodass sich die Preise etwas anpassen können. Schneller DDR4 RAM findet ebenso Platz. Was letztlich auch einen Ausschlag Richtung Pro Gaming und gegen das Ranger gegeben hat war, dass es nicht nur HDMI und Display Port sondern auch DVI und VGA Anschluss für Monitore hat. Ich bin da noch recht altmodisch unterwegs. Mein Hauptbildschirm kann HDMI, DVI und VGA, mein Zweitscreen aber nur DVI und VGA. Letztendlich auch eine gute Entscheidung denn, wie sich herausstellte, gibt es doch erhebliche Probleme mit dem HDMI-Anschluss. Dazu aber später mehr.

Außerdem gibt es zu dem Board in Verbindung mit dem Prozessor gerade eine Cachback Aktion von Asus, d.h. ich bekomme nochmal 40 Euro zurück. Und: es gibt das neue Doom 4 kostenlos dazu! Ob das auf der integrierten Grafik läuft? Dazu später mehr (kleine Spoiler: ja tut es und es ist geil :-D)

Arbeitsspeicher

Der RAM ist auch wieder so ein Thema. Es sollten auf jeden Fall 16GB sein mit der Option irgendwann auf 32 aufzustocken. Also 2x8GB statt 4x4GB. Dann geht es um die Taktrate. 3000MHz soll da wohl ein ganz guter Wert sein, auch wenn es mittlerweile auch noch schnellere gibt. Übertakten ist da wohl auch noch eine Möglichkeit, daher soll er auch dafür geeignet sein. Damit hab ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich lange aufgehalten, den ein oder anderen Test gelesen und mich für G.Skill Ripjaws 16GB PC 3000 DDR4-RAM Kit
entschieden hab. Der Test auf http://proclockers.com/reviews/memory/gskill-ripjaws-v-16gb-ddr4-3000mhz-memory-review?nopaging=1 hat das auch gut bestätigt.

CPU Kühler, Gehäuse und Netzteil

Soviel zu den Kernkomponenten. Jetzt zum schmückenden Beiwerk. CPU Kühler… tja ist mir eigentlich egal. Muss kühlen, auch etwas Potenzial fürs Übertakten haben und trotzdem leise im Normalbetrieb sein. Auch nicht so teuer. Geht mir nicht ums Aussehen oder sonstwas (es gibt tatsächlich Leute, die sich einen Kühler nach dem Aussehen kaufen… aber die haben dann auch Beleuchtung und Fenster in ihren Gehäusen… bei mir steht der neben dem Schreibtisch in einer möglichst unauffälligen Ecke!). Bei der Suche hab ich dann mehrfach die Fragestellung nach der Höhe des Kühlers gelesen. Ob der und der Kühler in das und das Gehäuse passt… oder andersherum. Das war also wohl die erste zu klärende Frage, da von außen sichtbar: welches Gehäuse?

Nein, kein Alienkopf. Auch kein großes beleuchtetes Fenster. Mein bisheriges Gehäuse ist ein M40 von AeroCool, welches eine Würfelform hat:

Aerocool m40
Aerocool M40

Das fand ich ganz gut. Hat aber sowohl innen als auch außen seine Nachteile. Innen definitiv der Platz, außen auch. Den hatte ich zuletzt auf dem Schreibtisch stehen, da er einfach zu breit war um ihn auf den Boden zu stellen. Also musste wieder was in einer „normalen“ PC Form her. Möglichst unauffällig und schlicht. Trotzdem wertig, gut zu kühlen und leise. Geworden ist es letztlich das NANOXIA Deep Silence 3 in Anthrazit.

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Schlicht und einfach: Nanoxia Deep Silence 3

Nun konnte ich also auf die Suche nach einem CPU Kühler gehen. Mit Scythe hatte ich schon in meinem alten PC gute Erfahrungen gemacht. Auch die Lautstärke und Kühlwerte haben mich überzeugt (ich finde den Test gerade nicht mehr…). Also wurde es dann ein Scythe Ashura. Der hat den Vorteil, dass er gegenüber anderen Tower-Kühlern recht schmal ist und die RAM-Bänke nicht blockiert. Normalerweise… dazu später mehr…

Da ich derzeit keine separate Grafikkarte will, muss das Netzteil nicht sonderlich groß dimensioniert sein. Ich hatte überlegt einfach das alte weiter zu benutzen, aber das wäre das einzige Teil gewesen, was dann meinen alten PC von der Lauffähigkeit getrennt hätte. Man weiß ja nie, wofür man einen zweiten PC noch so braucht. Deswegen ist es ein be quiet! Straight Power E10 400W
geworden. Netzteile arbeiten wohl erst bei höherer Auslastung effizient. Und da bei mir mit der Grafikkarte einer der größten Verbraucher fehlt, ist es so klein dimensioniert. Letztlich hätte ich mich aber doch für eine modulare Variante entscheiden sollen, aber letztlich kommt der Deckel drauf und gut:

Gehäuse und Netzteil
Ein wenig Kabelsalat im unteren Teil.

SDD, HDD und optisches Laufwerk

Der Rest wurde aus meinem alten PC ausgebaut. Dort hatte ich schonmal mit einer Samsung 850 EVO 120 GB und einer Seagate Desktop ST3000DM001 3000 GB
aufgerüstet. Die alte 500 GB Platte wurde wieder in den alten PC versetzt (es war sogar noch Windows 7 drauf installiert, hoch gefahren, lieft. Wird demnächst aber nochmal auf Windows 10 upgegradet).

Außerdem kam noch der BluRay-Recorder rüber (irgendwas von LG). Dort wurde auch feierlich die Schutzfolie abgezogen. Mein altes Gehäuse hatte eine eigene Blende.

Kartenleser und USB Stick

Jetzt habe ich ja USB 3.1 und USB 3.0, daher musste auch neue schnellere Peripherie her. Die SD-Karten können ja deutlich mehr als die 2MB/s, die ich an meinem alten PC erzielt habe, also muss der neuste schnellste USB-Kartenleser her. Und wo wir gerade dabei sind auch ein schneller USB-Stick.

Meine Wahl fiel auf den Transcend TS-RDF9K. Der Vorgänger hatte bei einem Test sehr gut abgeschnitten (finde ich leider auch gerade nicht wieder).

Als USB Stick habe ich hier jetzt den SanDisk Ultra Fit 32 GB hier rumliegen.
Tests zur Geschwindigkeit gibt es dann bald.

So geht es weiter

Im nächsten Beitrag erzähl ich ein bisschen was zu meinen Problemen beim Zusammenbau und der Inbetriebnahme.

P1110193

Tinkering Tuesday – Ein neuer PC muss her

So, man hat es bestimmt schon vermutet, meine Android-Projekt liegt mittlerweile auf Eis. Ich komm einfach nicht dazu und bin mir auch selbst über die Komplexität, die ich da immer wieder reinbauen will im Unklaren. Es gibt eine kleine Testapp, die aber nicht die Bohne vorzeigbar ist.

Daher widme ich mich wieder anderen Hobbies, u.a. habe ich mit erweiterter Fotobearbeitung/-entwicklung angefangen, d.h. die RAW-Dateien, die ich mit meiner neuen Olympus-Kamera immer fleißig mitspeichere, werden nun auch mal entwickelt. Und ich bin begeistert, was man noch alles aus einem Bild rausholen kann!

Außerdem habe ich in letzter Zeit einiges an Videobearbeitung gemacht und möchte das auch wieder mehr machen. Zum einen natürlich für meine Band Monkey Fly, zum anderen aber auch z.B. von Urlauben oder sonstigen Freizeitaktivitäten, die ich entweder auch mit der Olympus OM-D aufnehme oder aber mit meiner neu erstandenen Xiaomi Yi Cam. Einer preiswerten Action Cam, die qualitativ durchaus mit den teuren mithalten kann! Dazu habe ich noch einen Camcorder, Canon HF M46, mit dem ich aber hauptsächlich unsere Konzerte mitschneide. Ein Zusammenschnitt vom Camcorder, der Action Cam und der Action Cam unseres Gitarristen findet sich unter https://www.youtube.com/watch?v=3l2iKzLA9VY. Der Schnitt ist vom Gitarristen, da mein PC mich wirklich genervt hat…

Bei beiden Hobbies hat mich jetzt immer mehr mein PC zur weißglut gebracht. Dieser ist einfach nicht in der Lage performant die Aufgaben zu erfüllen. Meine bisherige Fotobearbeitung bestand aus den Windows-Boardmitteln zur Fotoverbesserung (ein bisschen Kontrast, Weißabgleich, Beschnitt) auf den JPEGs aus der Kamera. Dafür hat es allemal gelangt. Jetzt habe ich allerdings mit der RAW-Entwicklung angefangen und habe dafür die Testversionen von DxO Optics Pro und Adobe Lightroom installiert. Bei beiden war die Ernüchterung groß. Sowohl die Vorschau, als auch der Export sind, gelinde gesagt, schweinelangsam. Vor allem die Vorschau in DxO und der Vergleichsbutton für den Vergleich zum Ausgangsbild hat bis zu 30 Sekunden pro Bild gebraucht. An ein fließendes Arbeiten war nicht zu denken. Erst recht nicht an die PRIME Rauschunterdrückung. Letztendlich hat mich übrigens DxO Optics Pro mit seinen automatischen Korrekturen mehr als überzeugt. Lightroom finde ich als Einsteiger zu unübersichtlich. Außerdem sind die automatischen Korrekturen von DxO meiner Meinung nach fantastisch. Gerade die Objektivkorrekturen… Daher ist es das Tool der Wahl geworden und muss natürlich dann auch irgendwie flüssig laufen.

Die Videobearbeitung habe ich ja schon seit längerem mit Sony Vegas gemacht, was aber auch nie gut lief. Die Vorschau ruckelte trotz Video Proxies bei Übergängen, ein Export von 10 Minuten Video ohne Effekte, nur mit Übergängen hat in der Draft-Einstellung 3 Stunden gedauert. Für ein 25 Minuten Video habe ich gar 10 Stunden warten müssen, nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass ich irgendwo das Bild abgeschnitten habe oder etwas unscharf ist (was man ja dank der schlechten Vorschauqualität auch nicht direkt sehen konnte).

Abhilfe in Form einer CUDA-fähigen Einsteigergrafikkarte hat auch nichts mehr geholfen. Die SSD half zwar den Windows-Start und die Ladezeiten zu reduzieren, aber sonst auch nicht viel.

Was mir jetzt auch auffiel, da ich die Videos auf SD-Karte bzw. USB Sticks kopiert habe ist, dass auch die USB-Performance an meinem PC stark zu wünschen übrig lässt. Also noch ein Punkt auf der Liste.

Also wurde der Entschluss gefasst, dass ein neuer PC hermuss. Der alte ist immerhin auch (mehr oder minder auf den Tag genau) acht Jahre alt gewesen.
Hier die ursprünglichen, auf stromsparend und leise ausgelegten, Specs von 2008:

  • AMD Athlon64 X2 4850E 2x2500MHz
  • Gigabyte GA-MA78GM-S2H AMD780G
  • 2x1024MB Kit OCZ XTC Platinum Rev. 2.0 800MHz CL4
  • 500 GB Western Digital Caviar Green Power
AlteKonfiuration
Die alte Konfiguration, hier noch mit Boxed-Kühler, wurde später noch durch einen leiseren Scythe Big Shuriken ersetzt

Das wurde im Laufe der Zeit etwas ausgebaut:

  • 2×2048 MB Kit OCZ Platinum PC26400 (erst zusätzlich, nach Ausfall der kleinen Riegel ausschließlich)
  • 3000GB Seagate Desktop HDD ST3000DM001 7.200U/min 64MB 3.5″ (8.9cm) SATA 6Gb/s
  • 2048MB ZOTAC GeForce GT 630 Zone Edition Passiv PCIe 2.0 x16
  • Zuletzt kam eine Samsung 850 Evo hinzu.

Damit habe ich dann erstmal ein paar Leistungs-/ Vergleichstests gemacht um zu schauen, wie viel besser das spätere System wird.

SSD im alten PC
SSD im alten PC

 

ATTO_HDD
HDD im alten PC

 

Wie man sieht, hat die HDD ihre volle Geschwindigkeit mit knapp 160MB/sec wohl erreicht. Die SSD ist  mit ca. 215MB/sec etwasschneller, aber lange nicht an ihrer Grenze. Das liegt aber am langsamen SATA Standard des Mainboards.

CPU Benchmarks habe ich keine gemacht, habe mir eben nur ein Video-Projekt mit 10 Minuten Rendering gespeichert. Das brauchte in der alten Konfiguration exakt 3 Stunden bei ständig 100% Prozessorlast.

Meine USB-Anschlüsse waren auch nicht die schnellsten, da war bei 5MB/sec Schluss. Noch schlimmer waren SD-Karten, da war mit meinem Trust 3,5 Zoll Einbau Kartenleser stets bei 2MB Schluss.

Wichtig waren mir also:

  • Schnelle CPU
  • Gute Anbindung für meine SSD
  • USB 3 bzw. USB 3.1 Anschlüsse
  • Weiterhin sollte er natürlich kein Hubschrauber, sondern auch leise sein
  • Grafikkarte war mir überhaupt nicht wichtig, da ich seit Ewigkeiten nicht gezockt habe

Im nächsten Blogbeitrag gibt es dann das Ergebnis!

Programming Pursday – UltimateRecyclerView

Heute habe ich mich endlich mal wieder an das AndroidStudio gewagt. Allerdings gibt es leider nicht allzu viel neues zu zeigen oder zu berichten. Ich habe im Grunde den ganzen Abend damit verbracht die Überbleibsel meiner Datenbank- und ListView-Versuche aufzuräumen, da ich ja bereits beim letzten Mal berichtet habe, dass ich nicht mehr direkt mit der Datenbank, sondern mit greenDAO arbeiten möchte. Im gleichen Zug macht es auch Sinn die ListView, die ich lediglich genutzt habe, da sie sehr schnell mit einem Cursor, den man aus der Datenbank bekommt, befüllen lässt. State-of-the-art ist allerdings eine RecyclerView zu nutzen, da diese ressourcenschonender ist.

Dabei habe ich mich dann entschieden mich gleich an die UltimateRecyclerView zu machen, die noch einige Erweiterungen gleich mitliefert.

Allerdings muss ich mich beim RecyclerView echt nochmal mehr mit den Grundlagen vertraut machen…

Genutzt habe ich die Demo der UltimateRecyclerView und einige Tutorials, z.B. dieses: http://www.vogella.com/tutorials/AndroidRecyclerView/article.html.

Aber immerhin kann ich mittlerweile neue Tasks in die Datenbank einfügen, durch herunterziehen der RecyclerView die Liste aktualisieren, sodass der neue Task auch angezeigt wird. Ein erster Schritt :-)

Schlaftracking nochmal

Auch bei Lifehacker ein Thema. Auch dort Word darauf hingewiesen, dass das ganze nicht zu ernst genommen werden sollte und die meisten Geräte sowieso eher einen Näherungswert liefern:

„Only a few scientific studies have looked at how effective these devices are at measuring sleep duration and quality. For the most part, they’ve shown they’re fairly good at picking up when someone is asleep; they’re not so good at assessing the number of times someone wakes up during the night and how restless they are.“

Is Your Sleep Tracker Keeping You Up at Night? http://lifehacker.com/is-your-sleep-tracker-keeping-you-up-at-night-1762011236

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Photobooth Verleih

Ich wollte nur mal erwähnen, dass ich die/das/den Photobooth die Fotobox auch gerne verleihe…

Wer nicht weiß, worum es geht kurz gesagt: Ein Kasten, der auf Knopfdruck Fotos macht und zu einer Collage zusammensetzt, anzeigt und ggf. ausdruckt.

2016-02-23 18_46_21-Antje&Boris (711).JPG ‎- Fotos

Hier noch meine Blogposts zum Bau:
Tinkering Tuesday – Photobooth im Selbstbau Teil 1 – Planung und Setup
Tinkering Tuesday – Photobooth im Selbstbau Teil 2 – Ablaufsteuerung
Tinkering Tuesday – Photobooth im Selbstbau Teil 3 – In der Praxis

Allgemeine Bedingungen

  • grundsätzlich erstmal nur an Verwandte und Bekannte, evtl. auch Bekannte von Verwandten/Bekannten, einfach mal fragen…
  • ggf. ohne den Fotodrucker: Da dieser nur eine Kapazität von 30 Drucken pro Kassette hat ist es entweder ein entsprechender Aufwand die Kassette zu wechseln (es muss immer die Kartusche gewechselt und neues Papier eingelegt werden) bzw. zu prüfen, wann gewechselt werden muss. Bei meiner Hochzeit wurden einige Kassetten nur halb genutzt, da ich Nachschub vor Ort liegen hatte und jeder wechseln konnte. Dadurch waren letztlich die Druckkosten höher (normal ca. 30ct pro Druck). Also entweder eigenen Drucker (da sollte jeder Drucker funktionieren, den man unter Linux betreiben kann), oder eben unter den gegebenen Voraussetzungen
  • Entweder bin ich eingeladen (sowieso beste Option 😉 oder jemand mit zumindest ein bisschen technischem Verständnis braucht eine kurze Einweisung (es gibt allerdings auch eine kleine Anleitung auf der Innenseite der Tür)
  • Die Box hat einen Flansch für ein Boxenstativ um sie auf entsprechender Höhe aufzustellen. Ich hab allerdings (noch) kein eigenes 😉

Kosten

  • Grundsätzlich erstmal keine
  • Verbrauchsmaterial (Drucker) müsste entsprechend in ausreichender Menge besorgt werden (bei Nutzung meines Fotodruckers: Canon KP 108IN, ca. 30ct pro Ausdruck)

Individualisierungsmöglichkeiten

  • Ich hatte einfache weiße Collagen, es können aber auch eigene Vorlagen relativ einfach erstellt werden (Grafiken oder Text mit auf den Ausdruck, lasst euch im Internet inspirieren)
  • Die Anzahl der Bilder ist natürlich anpassbar, ebenso ggf. Effekte wie Schwarz-Weiß-Konvertierung, solange unter Linux per Shell-Commando oder sonstwie programmatisch lösbar
  • Theoretisch kann, wie in den Blog Posts beschrieben, die Frontplatte getauscht werden. Man könnte z.B. einen entsprechenden Ausruck auf eine Platte kleben… Dann könnte man je nach Lichtverhältnissen oder anderen Möglichkeiten (z.B: externer Blitz) auch den Blitzrahmen weglassen
  • Im Extremfall könnte man das Ganze natürlich auch in einen anderen Kasten verpacken. Das ist aber ordentlich Aufwand 😉
  • Ein paar interessante Erweiterungsgedanken hab ich mir auch gemacht, die je nach Lust, Laune, Zeit und Geldbeutel auch umsetzbar wären:
    • Man könnte einen WLAN-Hotspot einrichten, wo jeder einfach mit seinem Smartphone auf die Bilder zugreifen kann
    • Ebenso kann man die Bilder automatisch ins Internet hochladen, öffentlich oder in ein privates Album, je nach exhibitionistischer Veranlagung der Gäste
    • Mittlerweile habe ich eine neue Kamera, auf der die Bilder direkt per WLAN abgerufen werden könnten (übrigens eine Olympus OM-D E-M10 Mark II)
    • Man könnte das Auslösen und die Anzeige auch über ein Tablet lösen… Bräuchte dann aber eine stabile Aufstellung (oder Aufhängung)
    • … was das Herz begehrt… wir können drüber reden
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Xiaomi Mi Band 1S – Schlaftracking

Tja, gleich vorweg, das war ein Schuss in den Ofen. Ich hatte mir ja erhofft, dass ich ein wenig tieferen Einblick in meine Schlafgewohnheiten mit dem Mi Band bekomme. Bis auf „Wann bin ich schlafen gegangen?“ und „Wann bin ich wieder aufgewacht?“ kann mir das Band leider keine Informationen liefern. Die Erkennung der Schlafphasen ist einfach totaler Blödsinn. Auch mit aktiviertem Schlafassistenten, der den Herzfrequenzsensor für die Analyse nutzt, sind die Ergebnisse sehr ernüchternd.

Es gibt vier Dinge, die mir aufgefallen sind:
1.) Die Tiefschlafphasen sind viel zu kurz und zu oft:
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Gerade im ersten Screenshot sieht man 12 Tiefschlafphasen in einer Frequenz von 15-20 Minuten. Etwas unglaubwürdig.

2.) Nochmal die Tiefschlafphasen. Und zwar zeigt mir die App sehr oft Tiefschlafphasen um die Afustehzeiten meiner Frau herum. Ich garantiere, dass ich dann definitiv nicht im Tiefschlaf bin.

3.) Die Ergebnisse ändern sich. Das ist ein Phänomen, was auch im Internet sehr oft anzutreffen ist: Beim ersten Abruf zeigt die App ein Ergebnis, nach ein paar Minuten oder Stunden (nicht verlässlich nachvollziehbar), ändern sich die Ergebnisse.

Im folgenden Beispiel sieht man die Ergebnisse einer einzigen Nacht. Einmal beim ersten Abruf um 7:10 Uhr, dann um 7:53 völlig andere Ergebnisse.
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Das selbe tritt auf, wenn man manuell die Einschlafzeit verstellt. Das habe ich einmal gemacht, weil die App gedacht hat, ich wäre eingeschlafen, als ich auf dem Sofa lag. Zumindest hat es erkannt, als ich dann tatsächlich aufgestanden bin um mich ins Bett zu begeben. Da hat es eine Wachphase angezeigt.

4.) Ein weiteres Problem ist, dass sich die Ergebnisse nicht gut analysieren lassen. Zum einen gibt es keinen Export (wohl nur mit root-Rechten machbar), auch die Synchronisierung mit Google Fit bezieht sich nur auf den Schrittzähler. Zum anderen sind die Detailinfos nur am Folgetag einsehbar, danach gibt es nur noch die Zusammenfassung im Verlauf zu sehen:

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Fazit:

Ich hatte mir zumindest ein paar bessere Ergebnisse erwartet. Ich hab gleichzeitig auch ein Schlaftagebuch angefangen, das bringt mir wahrscheinlich bessere Ergebnisse.

Jemand Interesse an einem fast neuen Xiaomi Mi Band 1S? 😉

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Tinkering Tuesday – Photobooth im Selbstbau Teil 3 – In der Praxis

So, diese Woche gibt es dann endlich den fertigen Kasten. Ich hatte mir vorab eine grobe Skizze gemacht, wie das Ding auszusehen hat und ohne große Umwege hier einmal das Ergebnis:
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Da ich den Drucker gerade verlegt habe sind die Bilder alle ohne den Fotodrucker. Dieser wird aber ganz normal per USB-Kabel angeschlossen, das, genau wie das Stromkabel, dann zurück in den Kasten geführt wird. Also denkt euch einfach noch ein paar mehr Kabel dazu.

Der Monitor ist wie schon erwähnt ein alter 17 Zoll Monitor. Darüber sieht man die Öffnung für die Kamera. Ich hatte da noch eine Holzverkleidung drum, aber die ist wieder abgefallen. Schlecht geklebt… Dadrüber wiederum ist der Blitzdiffusor. Hier hab ich die ganz günstige Version genommen: Ein normales Blatt 80g DIN A4-Papier. Reicht auf die Distanz. Immerhin hab ich mir bei der Verkleidung des Randes Mühe gegeben und ein Plastikprofil zurecht geschnitten.

Der obere Teil steht etwas hervor, das liegt daran, dass dieser Teil abnehmbar ist. Mittels 4 Schrauben aus dem Inneren zu lösen, kann man den Teil theoretisch austauschen und mit verschiedenen Designs ausstatten. Fand ich wohl irgendwie eine gute Idee, als ich den Kasten konzipiert hab. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, warum ich das so gebaut hab. Irgendwie hatte ich gedacht, dass ich sonst das Beziehen (weißes Kunstleder übrigens! Hatte ich noch von meinem Sofa-Umbau übrig, den gibt es vielleicht auch demnächst mal hier). Sieht auf jeden Fall etwas „aufgesetzt“ aus. Heute würde ich es anders machen, aber immerhin kann ich so theoretisch das Design komplett anpassen 😉
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Auf dem rechten Bild sieht man dann den eingeschalteten Kasten mit der Slideshow. Es gibt einen einzigen Stecker, der zur Steckdose führt und den Schalter, der mittels Mono-Cinch-Kabel angeschlossen ist (ich bin Fan von Cinch-Kabeln, wird man später noch sehen 😉
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Die Rückseite habe ich auch ganz ansehnlich mit einer Schranktür (aus der Max Bahr Insolvenz damals), die ich weiß lackiert habe, gelöst. Mit zwei Scharnieren angebracht voll funktional. Unten ein kleiner Spalt, der zum Einen der Breite der verwendeten Holzleisten unten und oben geschuldet ist, zum Anderen aber natürlich komplett absichtlich für die Durchführung der Kabel so gelassen wurde:
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Hier dann das geöfnete Türchen mit all seinem Chaos dahinter. Es kann alles im Kasten zum Transport verstaut werden. Mehr oder weniger sicher. Man sieht unten den Platz für den Monitor und den Laptop. Daneben eine angeschraubte Steckdosenleiste mit genau 4 Steckplätzen: für Monitor, Laptop, Kamera und (der freie) für den Drucker. Oben dann der Platz für die Kamera und dort auch die restlichen Komponenten.

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Ab jetzt ein paar mehr Details. Hier sieht man die Kamera-Ebene von unten. Eine einfache A4-Bastelspanplatte auf einfachen Holzlatten am Rahmen festgeschraubt. Darunter erkenn man zum Einen die Stativ-Schraube zur Fixierung der Kamera (die war etwas lang, daher ein „paar“ Unterlegscheiben). Zum Anderen sieht man die improvisierte Monitorhalterung. Ich musste den Standfuß abnehmen und ohne kippt der Monitor schnell. Außerdem muss er fest an seinem Platz sitzen. Also Latte angeschraubt, Metallplatte als Stütze, fertig ist die Laube.

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Oben dann die Kamera vor dem Diffusor. Links daneben die angeschlossene TV-Karte (der Adapter für die TV-Karte hat einige Anschlüsse und die für die Kamera auch, daher das Gewirr). Mit den roten Cinch-Verbindern angeschlossen ist der Kamera-Auslöser (wie gesagt, ich mag Cinch-Verbindner, so kann man die Länge der Leitung beliebig anpassen). Die Schaltung für den Auslöser sieht man recht unten auf dem linken Bild. Der Experte wird einen Drehpoti entdecken. Der war nachträglich dran gebaut, da ich Probleme hatte den Auslöser zum Laufen zu bekommen. Letztlich war allerdings ein Tausch der Verbindung zum Cinch-Stecker zielführend… „Natürlich hab ich die Kabel richtig rum angeschlossen“… für’n Ar…
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Hier dann noch der Arduino mit der Verbindung zur Kameraschaltung und zum Auslöse-Schalter. Der Schalter ist ein einfacher Baumarkt-Unterputzschalter (auch aus der Max Bahr Insolvenz). Den habe ich in einen selbstgebastelten Holzkasten eingesetzt, der ebenfalls mit weißem Kunstleder verkleidet ist.

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Und nun, das worauf jeder wartet, ein Video indem ich das Ganze vorführe und wo es dämliche Bilder von mir zu sehen gibt 😉

Es startet mit der Slideshow. Nach drücken des Schalters startet das Livebild und der Countdown. Ich schaue eigentlich die ganze Zeit in die Kamera. Bei der Aufnahme des letzten Bilds sieht man aber mal den Unterschied von „in die Kamera schauen“ und „auf den Monitor schauen“. Das ist auch leider ein Problem gewesen, viele haben halt die ganze Zeit auf den Monitor geschaut. Beim nächsten Mal würde ich das Live-Bild eher ausblenden und irgendwie einen Hinweis oder sonstiges machen, wo das Vögelchen kommt.

Nach den 4 Aufnahmen startet wieder die Slideshow, zunächst ohne die neue Collage. Den Neustart der Slideshow erkennt man, als für kurze Zeit der Mauszeiger oben links auftaucht. Normalerweise schiebe ich den immer aus dem Bild, aber hier war er ganz hilfreich um das zu demonstrieren. Dann setzt die Slideshow wieder per Zufall ein und das Bild wird dann auch am Ende des Videos angezeigt.

Ich muss zugeben, ich hab mir relativ wenig Mühe mit dem Video gegeben. Zu merken an der schlechten Ausleuchtung, dem schiefen Bild, dem fehlenden Ton (Youtube lässt einen den Ton ersetzen, was ganz praktisch war 😉 Vlogger werde ich wohl in absehbarer Zukunft eher nicht…

Letzten Endes gab es als ich den Kasten nach längerem Rumstehen für die Doku hier wieder reaktiviert habe noch ein kleines „Ochnöö…“:
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Das ist leider kein cooles Hintergrundbild. Allerdings funktioniert alles noch, sogar der Touchscreen-Touch. Und ich habe ja vorne den Monitor noch im Kasten…

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Fitnesstracker Mi Band 1S

Ich hab das Mi Band 1s bei Gearbest am [Datum] bestellt. Lieferzeit wurde schon bis zu 50 Tage avisiert.

Nach kurzer Zeit hatte ich schon eine Bestellbestätigung in der Inbox also dachte ich, kann ja dann nicht mehr so lange dauern. Naja, Mitte Januar ist mir dann wieder eingefallen „Hm, da war doch noch was“, aber die Trackingnummer half auch nichts. Am 2.2. hatte ich dann ganz unverhofft ein kleines Päckchen im Briefkasten mit einem „Gift“ im Wert von 11,93 Euro, naja, ein wenig geschummelt. Ich weiß zwar nicht warum, weil das Ding so oder so unter der Zollfreigrenze läuft…

Aber erstmal kurz, was will ich überhaupt damit? Gute Frage. Ich laufe eh zu wenig, daran hat weder ein normaler Schrittzähler im Rahmen der Gesundheitswochen meines Arbeitgebers, noch die S-Health-Schrittzähler-App was geändert. Also das ist weniger mein Beweggrund. Hauptsächlich interessiert mich eigentlich die Analyse meines Schlafes. Wie viel Schlafe ich, wie gut schlafe ich (zumindest theoretisch). Dafür ist mir das die paar Euro wert, nicht aber den Preis eines Fitbit oder sonstigen deutlich teureren Gerätes.

Das Mi Band kommt in einem schlichten Karton daher.
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Die erste Amtshandlung ist natürlich die Bedienungsanleitung zu lesen… leider nur auf Chinesisch. Aber die Abbildungen sind recht selbsterklärend und außerdem gibt es ja noch Internet bzw. das „Einfach-mal-ausprobieren“. Erstmal aber mit dem niedlichen Adapter an die USB-Buchse und geladen. Das ging auch recht fix, ich schätze mal 2 Stunden, dann waren alle 3 Lampen an.

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Dann ins Armband eingesetzt und erstmal die offizielle App „Mi Fit“ im PlayStore installiert. Die Bewertungen sind nicht so und es soll auch Alternativen geben, aber ich möchte erstmal mit der offiziellen Version starten. Mal sehen. Nach der Installation die erste Überraschung: die App ist sogar auf deutsch! Über https://account.xiaomi.com/pass/register hab ich mir dann erstmal einen Account angelegt (soll wohl besser per Browser gehen…).

Dann geht es an die Einrichtung. Nach Namen, Geschlecht (blau für männlich, pink für weiblich… ist das gender-konform?), Geburtsmonat, Größe und Gewicht geht es dann ans Pairing.

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Der erste Versuch das Band mit meinem Smartphone zu verbinden lieferte „Zu viele Gräte in Reichweite“. Ich hatte heute Mittag Fisch zu Essen, hat das damit zu tun? Beim nächsten Versuch haben dann die LEDs abwechselnd geleuchtet und ich wurde aufgefordert den Metallsensor zu berühren. Nach einigem Streicheln wieder die Fehlermeldung. Beim dritten Versuch mal mit mehr Kraft „draufgepatscht“, da hat es funktioniert.

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Man hat auch einige Einstellmöglichkeiten, die ich erstmal wie folgt vorgenommen habe. Mal sehen.

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Geht man zurück auf den Home-Bildschirm wird erstmal ein Update eingespielt. Das geht aber auch innerhalb von einer Minute. Dann wird der Puls genommen. Auch recht fix. Es gibt zwar irgendwie kein Ergebnis, aber ein manuelles Starten der Messung ergibt dann einen Anfangspuls von 72. Sehr gut.

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Das war am ersten Abend. Die erste Nacht hat auch gleich gute Ergebnisse mit sich gebracht. 8,5h Schlaf, davon über 5 im Tiefschlaf. Wer weiß, ob’s stimmt?!? Ich werde das über die Zeit mal beobachten.

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